E-mail von Pater Alfons vom 29.02,20

Guten Morgen  ...

... Bin seit fast zwei Wochen aus Süd-Afrika zurück, wo ich von der Katholischen Ausland-Seelsorge / Deutsche Bischofskonferenz zu unserer Regional-Konferenz nach Johannesburg eingeladen war. Nach drei Tagen Programm mit Konferenzen, Berichten, Begegnungen, Treffen und Besichtigungen habe ich in Marianhill Schwester Agnes, die dort die Deutsche Gemeinde betreut, über die Schultern geschaut, um zu sehen, wie die das macht: Messe mit mir, Besuche im Krankenhaus, Altersheim, Deutsche und Türkische Schule, bei Freunden und Bekannten usw. Da traf ich nicht nur mir bekannte Schwestern aus dem Kongo, sondern sogar eine Schwester Maria Theresia Bossmann (Schwestern vom Kostbaren Blut), die aus Püttlingen stammt. So klein ist die Welt. Am letzten Tag hatten wir dann die Messe in einer sehr schön gelegenen Kirche, hoch über der Küste zum Indischen Ozean. Anschliessend gab es dann bei Pfarrangehörigen Spätzle mit Sauerkraut ... 
Agnes bedauert sehr, dass die junge Generation nicht in Süd-Afrika bleiben will und viele der ursprünglichen Einwanderer immer einsamer werden. Dort habe ich auch den 91jährigen Bischof Fritz Lobinger getroffen, dem ich schon öfter begegnet bin im Kongo, und als sein Nachfolger in Aliwal/Süd-Afrika zum Bischof geweiht wurde. Davon habe ich damals eine Video-Montage gemacht, die mir auch heute noch gefällt.  Nach 5 Jahren Studium in Porto/Portugal ist meine Ablösung eingetroffen - nur habe ich mir hier jetzt sagen lassen müssen, dass er vorläufig nicht ins Studio kommt, sondern in Kikwit (500 km östlich) eine Pfarrei betreut. Wozu das gut sein soll, ist mir noch nicht so richtig klar - kann aber noch werden. ...
Augenblicklich sind noch drei belgische Frauen bei uns hier untergebracht. Sie organisieren zuhause einen Freundeskreis, der die ORPER-Strassenkinder unterstützt. Jetzt sind sie hier, um hier und da auch noch an Ort und Stelle Hand anzulegen. Wenn die abends vom Tag berichten, spürt man, dass Ihnen das gefällt. Morgen werden die Bana Ngayime wieder in den Ngayime-Studios Lieder zur Fastenzeit aufnehmen. Zum Aschermittwoch waren hier in Kinshasa alle Pfarreien im Groß-Einsatz. Auch hier bei uns war die Kapelle mit über 30 Besuchern mehr als rammelvoll. Von der "Fasend" war in Kinshasa allerdings überhaupt nichts zu sehen.

Liebe herzliche Grüsse an alle Freunde der Mission - Alfons