E-mail von Pater Alfons vom 30.12.18

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Ich bin gerade dabei, möglichst alles Versäumte nachzuholen - was natürlich unmöglich ist. Heute ist es tatsächlich zu Wahlen gekommen, an die keiner mehr geglaubt hat. Ich bin so ziemlich alleine im Haus, weil alle unterwegs auf der Suche nach dem richtigen Wahllokal sind. Zum Glück ist bis jetzt so ziemlich alles ruhig geblieben - aus dem zu schließen, was man gehört hat. Was jetzt letztendlich aus den Wahlen hervorgeht, ist mit Sicherheit manipuliert, fragt sich nur wie stark...
Wenn heute bei der Wahl eine andere Regierung kommt - was ich sehr bezweifle - könnte die Schengen-Botschaft wieder ihre Türen öffnen. Wenn nicht, ist da gar nichts drin. Der Schengen-Botschafter musste vergangene Woche innerhalb 48 Stunden das Land verlassen. Der von dieser Regierung unterstützte Präsidenten-Kandidat hat Reiseverbot im Schengen-Raum. Bis zur Frau Consul (Anm.: wegen Visa für die Bana Ngayime) bin ich nicht gekommen - da muss man zunächst eine e-Mail schicken, dann einen Frage-katalog ausfüllen, um verschiedene Vorschläge für ein Rendez-vous zu bekommen. Wenn sie wieder zurück ist - die Botschaft ist praktisch total leer, weil alle meinten, dass es hier zu Schießereien kommen würde. Wir haben auch keinen Gottesdienst planen können. Geglückt ist uns allerdings ganze 6 Advents- und Weihnachts- Lieder rechtzeitig ans Fernsehen und auf YouTube zu bringen...
Wir sind ja schon länger dabei, die Bana Ngayime mit den Straßenkindern zusammen zu bringen. Im Moment geht das leider noch nicht, müsste aber machbar sein, da jetzt ein neuer Direktor dort angefangen hat, ein Mitbruder, der Interesse gezeigt hat. Wenn der hört, dass dann auch die Warndt-Pfarrei dahinter steht, wird er wahrscheinlich noch mehr Verständnis zeigen. 
So, das wäre es für heute. Hoffentlich war das alles nicht zu zäh, was ich geschrieben habe. 
Grüsse an alle Freunde der Mission in der gesamten Warndt-gemeinde und alle, die sich über ein Grüß Gott von uns freuen - Frohe Weihnachtszeit und ein Gutes Neues Jahr.

 

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