Kartoffelfeuer an der Mariengrotte St. Josef

Eine gute Kartoffelernte war noch Anfang des 20. Jahrhunderts lebenswichtig. Wochenlang half jeder, der konnte, von morgens bis abends, die kostbaren Knollen rechtzeitig aus dem Boden zu holen. An kühlen Oktoberabenden dann der karge Lohn für die Erschöpften. Im herbstlichen Abendrot glühten in der Dämmerung weit sichtbar große Kartoffelfeuer, in denen das Kartoffelkraut verbrannt wurde.

Petrus hatte für  gutes Wetter gesorgt, und so trafen sich, in Anlehnung an diesen Brauch, am 3. Oktoberwochenende unsere Messdiener auf dem Platz vor der Mariengrotte St. Josef, um sich an dem Feuer zu wärmen und Kartoffeln, Stockbrot und Marshmallows zu rösten bzw. zu garen. Nur wurde diesmal, anstelle des Kartoffelkrautes, trockenes Buchenholz als Brennmaterial verwendet.

Bei Liedern und unterhaltsamen Gesprächen verging schnell die Zeit, und gegen 20:30 Uhr war das Kartoffelfeuer erloschen, die Utensilien weggeräumt, und der Platz vor der Mariengrotte war wieder "picobello". Man war sich einig, diese schöne Tradition jedes Jahr zu wiederholen. Die Feuerschale, die in Zukunft auch für das Osterfeuer vor der Kirche verwendet werden soll, das Brennholz und das Essen wurde von den Mitgliedern des Gemeindeteams und den Eltern der Messdiener gespendet.