Wallfahrt nach St. Wendel am 16.10.2017

37 Pilger sind unserer Einladung aus unserer Pfarrei Hl. Kreuz und aus Nachbarpfarreien gefolgt und pilgerten mit nach St. Wendel. Im Bus Platz genommen, ging die Pilgerfahrt los. Pilgersegen und Gebete begleiteten uns auf dem Weg in die Stadt St. Wendel.

Nach gut einer Stunde angekommen, haben sich einige unweit der Basilika zunächst gestärkt und sich innerlich auf die Begegnung mit Gott und seinem Heiligen Wendelinus in der Basilika vorbereitet.

Um 15.00 Uhr feierten wir mit dem Basilika - Pfarrer Klaus Leist zusammen die Hl. Messe. Die Predigt leitete uns auf die Wurzel und Lebensquelle des Hl. Wendalinus, der vor 1400 Jahren, am 20. Oktober 617 sein Leben in die Hand des Schöpfers zurückgelegt hat. Er ermutigt uns heute, dass auch wir uns wieder den Wurzeln unseres Lebens bewusst werden und uns ins Gedächtnis rufen sollten. Jesus ist die Quelle aus der das Leben für uns fließt. So ermutigt durften wir die Eucharistiefeier miteinander feiern und mit der Quelle, aus der der Hl. Wendelinus lebte, uns ebenfalls stärken lassen.

Nach dem Schlussgebet und dem Segen schloss sich eine kleine Prozession zum Reliquienschrein zum Hl. Wendelinus an. Aus Anlass des großen Jubiläums wurde der Schrein in diesem Jahr geöffnet, so dass wir sehr eng mit dem Heiligen verbunden sein konnten. Mit der Berührung, Handauflegung auf den Schrein haben unsere Pilger ihre Gebete, Bitten und Anliegen an den Heiligen Mann gerichtet im Vertrauen, dass er am Throne Gottes für uns einstehen möge.

Es waren ergreifende Momente die uns Gott hier persönlich eröffnet hat. Danach war Zeit die jeder selber gestalten konnte. Einige gingen noch den Weg von etwa 20 Minuten an die Kapelle in St. Wendel, wo der Hl. Wendelinus zunächst lebte. Dort gibt es bis heute eine Wasserquelle, der man heilende Kräfte zuspricht (sowohl für den Menschen wie auch für das Vieh).

Um 18.00 Uhr beteten wir noch gemeinsam die Vesper im Chorgestühl der Basilika mit weiteren Pilgerinnen und Pilgern die in dieser Stunde anwesend waren. Wieder ein tiefgreifender Moment bei dem auch eine größere Anzahl junger Erwachsener dabei waren. Noch einmal gingen wir zum Hl. Wendelinus. Wer mochte, berührte ihn noch einmal mit seinen stillen Bitten und Gebeten. Danach traten wir die Heimreise an.

Wir dürfen dankbar sein für all die Menschen, die diese Wallfahrt in St. Wendel ermöglicht und uns begleitet haben. Möge Gott es ihnen mit seinem alles übersteigenden Segen vergelten. Mögen auch die Frauen und Männer die mit gepilgert sind, ihre Lebensquellen gefunden haben und mögen so ihre Lebenswurzeln sich tiefer und tiefer aus Gott nähren. Diese Bitte steht am Ende dieses Berichtes. Vielleicht ist der eine oder die andere Person selber jetzt neugierig geworden. Bis zum 1. November besteht noch die Möglichkeit selbst nach St. Wendel zu pilgern. Mit der Familie oder mit Freunden oder einfach mal allein. Wir wünschen viel Gottesbegegnung.

Lothar Stoffel, Pfr.