Pater Alfons auf dem Weg in die Heimat

Am 15.07.2017 schreibt uns Pater Alfons per E-Mail

Zunächst einmal ganz herzliche Grüße aus dem heiligen Rom. Seit vergangenen Freitag bin ich hier in unserem Generalat, wo wir uns als SVD Studio-Betreiber (6) und SVD-Missions-Prokuratoren (5) getroffen haben (Anm: SVD: Societas Verbi Divini)). Gestern haben wir unsere Sitzungen hier beendet. Es ging darum, wie man die verschiedenen Studios in USA, Brasilien, Irland, Deutschland, Kinshasa und Indien vernetzen könne. Offensichtlich haben die Amerikaner die Nase vorn: da soll schon zum 15. August ein Internet-Sender aus dem Taufbrunnen steigen. Mal sehen, was das bringen wird. Ich bin jedenfalls mit im Rennen, da wir in den Ngayime-Studios schon jede Menge Vorarbeit geleistet haben. Die anderen Teilnehmer hatten von uns gehört aber nicht gewußt, wer da dahinter steht. Jetzt ist das auch klar. Der Generalsuperior war mit mehreren seiner Generalräte mit dabei - von Zeit zu Zeit. Die haben ein dickes Interesse daran, dass die Information besser läuft und direkter wird. Um die Ecken herum geht immer Einiges verloren. Mit einem Lied der Bana Ngayime haben wir die Diskussionen eingeleitet. Was Aufbau und Organisation des Studios in Kinshasa betrifft, sind wir voll mit dabei. Mal sehen, wie weit wir am Ende des Jahres sein werden.

Ich habe mein Ticket für nächsten Dienstag. Unser Haus hier in Rom liegt direkt neben dem Bahnhof Ostiense, zu dem man zu Fuß gehen kann, sozusagen direkt auf der anderen Straßenseite. Der Zug geht direkt nach Fiumicino. Vielleicht bringen mich meine kongolesischen Mitbrüder selber dorthin. Seit ich hier bin versuche ich die Telefon-Nummer eines Freundes aus Kinshasa zu ergattern. Leider ist mir das noch nicht gelungen. Ich hätte den Aldo Falconi allzu gerne im Altersheim besucht  - aber ohne die Telefon-Nummer von ihm wird das schwer sein....es ist ... erbärmlich heiß. Diese Hitze kennen wir in Kinshasa nicht. Selbst nachts wird es hier nicht kühler.

Gestern waren wir zum Abschluss unserer Tagung in Rom zu einer Führung durch Radio Vaticana. Am Ende ging ich mit den beiden Kongolesen der Tagung zur französischen Afrika-Abteilung. Im Gespräch kamen wir auf die Bana Ngayime und der für Kinshasa zuständige Journalist kippte aus den Latschen, als ich mich als der Ngayime vorstellte. Er selber gehe jeden Tag auf YouTube und finde die Arbeit der Bana Ngayime phantastisch - nur hätte er nie gedacht, dass da ein alter SVD-Pater dahinter stünde. Er hat dann gleich ein Studio reservieren lassen und mich eine gute halbe Stunde interviewt...Während unserer Tagung waren die Bana Ngayime laufend im Gespräch, weil die genau das machen, was man zu einem internationalen Internet Fernsehprogramm braucht. Auch unsere Erfindung des Festarja = Festival Arnold Janssen fiel in begeisterte Ohren. Wo es dann aber im Argen liegt - sind die Finanzen. Vielleicht gelingt mir das noch vor meiner Abfahrt von hier in den Griff zu bekommen. Von Kinshasa erfahre ich, dass Bob im Krankenhaus war, jetzt aber schon wieder zu Hause ist. Laetitia, meine zweite Kraft im Studio hat auch eine Einladung von Sankt Augustin und kann sich an der Deutschen Welle in Bonn etwas schlauer machen lassen. Das Gezeter um die Visas ist aber noch nicht ganz über die Bühne weder bei Laetitia noch bei den Bana Ngayime.

Ich selber habe am kommenden Dienstag einen Flug mit Lufthansa nach Frankfurt und werde mir dort ein Bahnticket nach Saarbrücken kaufen. Viele herzliche Grüße ... - Alfons"