Ein Blick in eine andere Zeit im Kirchenjahr

Ein Rückblick auf die Adventszeit der Lauterbacher und Ludweiler Messdiener.
Teil I: Das „große Backen“ im Lauterbacher Pfarrheim

Damit bei der Gestaltung des Adventsfensters die Gäste gut versorgt sind, ließen es sich die Messdiener von Lauterbach und Ludweiler gemeinsam mit ihren Obermessdienern am Nachmittag des ersten Adventssonntages nicht nehmen, tauschten den Messdienerkittel gegen die Bäckerschürze, um bewaffnet mit Nudelholz und Ausstechförmchen Hand anzulegen. Schnell verwandelte sich die Küche des Lauterbacher Pfarrheims in eine Weihnachtsbäckerei. Umrahmt von vorweihnachtlichen CD- und Radioklängen konnte man an dem Backtisch flinke Hände beobachten, die fleißig Teig kneteten, ausrollten und liebevoll ausstachen. Was diesen Backnachmittag so besonders machte, war neben dem wohlschmeckenden Kinderpunsch, die gute Stimmung. Es wurde viel „getratscht“ und gelacht und zu der Wärme des Backofens gesellte sich eine beeindruckende gesellschaftliche Wärme, die wir sogar mit dem ganzen Saarland teilten. So wurden die Messdiener Dank eines Anrufs zweier Teilnehmerinnen sogar aus dem Studio von SR 1 Europawelle gegrüßt. Die Zeit an diesem grauen, letzten Novembersonntag verging wie im Flug. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: vier, bis an den Rand gefüllte Gebäckdosen.

An dieser Stelle danken wir herzlich der Hauswirtschaft des Katholischen Pfarrheims Lauterbach, die uns die räumlichen Ressourcen ohne Zögern zur Verfügung stellte und unserem Hygienebewusstsein vertraute.

Bericht: Die Messdiener von St. Paulinus und von Herz Jesu.

 

Ein Rückblick auf die Adventszeit der Lauterbacher und Ludweiler Messdiener.
Teil II: Die Gestaltung des Adventsfensters vom 7. Dezember 2016 oder „Der Engel des Lichts“

Nachdem die Plätzchen verpackt und die Küche gereinigt war, näherte sich der Tag des Adventsfensters, auf den die Messdiener der beiden Dörfer mit viel Engagement hingearbeitet hatten. Ausnahmsweise entschlossen wir uns aufgrund der unvorhersehbaren Wettersituation gegen unsere Einstellung, dass Essen und Trinken in der Kirche absolut unangebracht ist, in den hinteren Teil des Kirchenraumes auszuweichen. Auch empfanden wir die Bemalung eines Kirchenfensters als äußerst problematisch und gestalteten stattdessen eine Ölleinwand. Umgeben von zahlreichen Teelichtern stand das Bild zu Beginn noch verdeckt an einem hervorgehobenen Platz. Rasch füllte sich die abgedunkelte Kirche mit Besuchern, sodass wir ca. 20 Gäste zählen konnten. Nun konnte es losgehen! Nach den Begrüßungsworten der Obermessdiener stimmte die Gruppe das Lied „Kleines Licht, bist du auch winzig“ an und näherten uns mit der Erzählung vom „Kleinen Engel mit der Kerze“, der so unscheinbar und klein, dem Adventskranz besonderen Glanz verlieh, der Enthüllung des „Adventsfensters“ langsam an. Bereits das Eröffnungslied und der Text verwiesen mit den Motiven Kerze, Licht und Engel auf das Thema des Adventsfensters der Messdiener: „Engel des Lichts“. Sobald die zweite Strophe des Liedes verklungen war, enthüllten die Ministranten ihr „Adventsfenster“ feierlich. Es bildete eine dicke, rote Adventskerze ab, die von kleinen Engelfiguren umgeben war. Anschließend wurde ein Gedanke des Benediktinerpaters Anselm Grün vorgetragen, der den Engel des Lichts in sich und anderen Menschen entdeckt. Der Benediktiner wünscht seinen Adressaten, dass sie selbst zu Engeln des Lichtes für sich und für andere, um den Menschen Licht, Wärme und Heimat zu schenken und so die Welt heller machen.

Mit diesem Wunsch und dem gesungenen Sendungsruf „Hambanikale – Das Licht erleuchte die Nacht“ – „Schenke uns Frieden, Herr“ aus der Liturgietradition der afrikanischen Kirche schloss eine besinnliche Adventsstunde. Bevor die Besucher wieder in ihren Alltag übergingen, waren natürlich alle zu einer kleinen Begegnung eingeladen, bei der die selbstgebackenen Plätzchen und alkoholfreier(!) – denn Advent ist Fastenzeit – Glühwein gereicht wurde.

Bericht: Die Messdiener von St. Paulinus und von Herz Jesu