Bildertagebuch der Pilgerfahrt vom Juni 2016

Bildertagebuch der Pilgerfahrt nach Nevers - Lourdes - La Salette
In der Zeit vom 6. bis 12. Juni der Pfarrei Hl. Kreuz im Warndt

Zusammengestellt von Lothar Stoffel, Pfr. und Koop. in der Pfarrei Hl. Kreuz im Warndt


46 Personen haben sich am 6. Juni um 6.00 Uhr morgens vor der Kirche St. Wendalinus versammelt. Nach dem die Koffer und Taschen verstaut waren wurden alle Anwesenden zum Pilgersegen in der Kirche eingeladen. 

Bei dieser kurzen Segensandacht wurde die neue (selber gestickte und genähte) Pilgerfahne mit den Namensbannern unserer Pfarrei und den Ortsnamen der teilnehmenden Pilgerinnen und Pilger unserer Orte gesegnet. So gebetet, von Gott berührt, begann die Pilgerfahrt. Mit auf diese Wallfahrt haben wir über 100 Bitten und Anliegen (schriftlich) mitnehmen können.

Bei allen Gebetszeiten, Gottesdiensten und Messen an den Heiligen Stätten wurde für sie und alle gebetet auf die Fürbitte der allerseligsten Jungfrau Maria und der Hl. Bernadette.

Am Nachmittag kamen wir gegen 15.00 Uhr in Nevers an und konnten bereits gegen 15.30 Uhr in der Klosterkirche am Schrein der Hl. Bernadette die Hl. Messe feiern. Anschließend bereitete sich die Pilgergruppe auf das Durchschreiten der Heiligen Pforte im Kloster vor. Zunächst folgte das besondere Pilgergebet zum Heiligen Jahr. Dann gingen wir zu den einzelnen Stationen zur Pforte

1. Station am Schrein der Hl. Bernadette
2. Station am Tabernakel der Klosterkirche
3. Station am Weihwasser.

Hier durfte jeder das Weihwasser nehmen, ein Kreuzzeichen machen und dann beten:
"Herr wasch ab meine Schuld mach mich rein von meinen Sünden."

4. Station die Pforte selber:
Hier hieß es innehalten, alles was war, was uns von Gott getrennt hat, durften wir an dieser Schwelle des Abends ablegen und durch die Pforte der Barmherzigkeit gehen. Befreit und mit neuer Lebensfreude erfüllt.

 

Gegen 17.00 Uhr ging die Fahrt in das nahegelegene Pilgerhotel „Brithotel Magdalena in Never. Nach der Übernachtung durften wir uns mit einem weiteren Reisesegen auf den Weg nach Lourdes machen. Unterwegs feierten wir die Heilige Messe auf einem Rastplatz. Ein ungewohnter Ort mit einer tiefen Gotteserfahrung zum Heiligen Jahr. So wurde für uns ein profaner Platz zu dem Ort wo sich Himmel und Erde berühren.

Gegen Abend kamen wir in Lourdes an und fuhren zum Hotel. Doch welch ein Schock. Wir sollten in ein anderes Hotel des gleichen Unternehmens. Aber der Himmel war uns gnädig. Denn wir durften zum „Paradies“ umziehen. So schnell kann es gehen. Wir machen eine Wallfahrt und kommen im Paradies an. Wer jetzt meint wir wären im Himmel gewesen hat gefehlt. Das Hotel in dem wir 3 Tage zu Gast sein durften hatte diesen himmlischen Namen getragen.

Die erste Nacht in Lourdes war erholsam und gestärkt gingen wir dann am Mittwoch in den Heiligen Bezirk von Lourdes. In der unterirdischen Basilika haben wir an der internationalen Messe teilgenommen die von einem deutschen Bischof gefeiert wurde.

Im Anschluss an die Heilige Messe sind wir singend und betend in Prozession zur Heiligen Pforte in Lourdes gezogen. Auch hier durften wir uns von Gottes Barmherzigkeit berühren und befreien lassen. Welche große Gnade wurde uns hier zuteil auch für jene, für die wir gebetet haben und deren Anliegen wir mit auf den Weg genommen haben.

Nachmittags erkundeten wir den Heiligen Bezirk und zeigten den Pilgern wo man was finden kann, an welchen Orten man vielleicht auch mal still verweilen kann.

Gegen 17.00 Uhr nahmen wir an der Sakramentsprozession teil. Am ersten Tag in der unterirdischen Basilika und einen Tag später dann eine ganz große Prozession mit vielen Kranken oben zur Basilika.

Am Abend, nach dem Abendessen, folgte für alle die wollten gegen 21.00 Uhr die Lichterprozession.
Angeführt wurde die Prozession von Trägerinnen und Träger die eine Marienfigur trugen.
Die Aufstellung war vor der Lourdesgrotte.
Die Prozession endete an der Rosenkranzbasilika.

Am letzten Tag hat es geregnet…
Das hinderte uns aber nicht mit Maria den Weg zu gegen.

An diesem Freitag haben wir am Nachmittag den Kreuzweg gebetet (Gott hat es gefügt, dass wir genau in der 9. Stunde (15.00 Uhr) bei der Kreuzigungsgruppe angekommen waren umso bewusst in dieser Zeit das Geheimnis des Leidens und Sterbens unseres Herrn Jesus Christus zu betrachten und darüber nachzudenken). Obwohl es regnete, war dieser Weg auf der einen Seite eine große Herausforderung auf der anderen Seite auch eine ganz tiefe Gotteserfahrung.

Am Samstag, nach dem Frühstück setzten wir unsere Pilgerreise fort. Die Fahrt ging zu dem großen Wallfahrtsort La Salette an dem die „liebe Frau von La Salette“ den beiden Hirtenkindern Melanie und Maximilian als weinende Gottesmutter erschienen ist.

Auf diesem Wege (ganz spontan, war nicht eingeplant) haben wir einen wohltuenden Zwischenstopp mit einer kleinen Weinprobe eingelegt.

Frisch gestärkt ging die Fahrt weiter auf den Berg von La Salette. Eine sehr kurvenreiche Strecke bei der die eine oder andere Person mit etwas Übelkeit reagierte. Doch vorne sitzend legte sich dieser Zustand ganz schnell.

Am Ziel angekommen spürten wir, dass dieser Weg sich wirklich gelohnt hat.
Der Ausblick auf die Berge und auf diesen Heiligen Ort lassen spüren: Hier ist man unserem Herrgott ganz nahe.

Gegen 20.45 Uhr feierten wir in der Basilika mit vielen Pilgerinnen und Pilgern eine Andacht und gingen singend und betend in einer kleinen Lichterprozession um mit Maria zum Herrn zu beten.

Auf etwa 1890 m Höhe (über dem Meeresspiegel) durften wir die Nacht verbringen und am frühen Morgen um 7.00 Uhr in einer Kapelle die Messe am Sonntag feiern. Nach der Messe hat uns ein indischer Pater zu dem Erscheinungsort geführt und die Geschichte der Erscheinung von La Salette von der weinenden Mutter Maria erzählt und der Botschaft, die sie an die Kinder Melanie und Maximilian weiter gegeben hat. Die Kinder wurden beauftragt diese Botschaft zu verkünden Umkehr und Buße, besonders für die Priester und Bischöfe und alle Gläubigen.

Die Menschen sollen das Beten nicht vergessen. Auch eine heilende Quelle fließt hier an diesem Ort. Das Wasser soll viele Menschen in Leib und Seele schon geheilt haben.

Gegen 10.00 Uhr machten wir uns auf den Weg nach Hause. Doch der Himmel wollte, dass wir nicht sofort fahren konnten. In dem unteren Ort mussten wir 1 ½. Stunden warten weil die Straßen wegen eines großen Radrennens gesperrt waren. In diesem Ort durften wir ein wenig verweilen und dabei das Haus besichtigen in dem Melanie (eine der Kinder die Maria gesehen haben) gelebt hat.

Um 12.30 Uhr brachen wir die Heimreise an.
Gegen 22.00 Uhr sind wir gut wieder angekommen.
Erfüllt von den vielen Heiligen Eindrücken und mit Gottes Segen.

Fazit der Wallfahrt:
Viel gebetet, viel Gottes Gegenwart erspürt und viel gelacht.
Möge so die Liebe Gottes und seine Barmherzigkeit die wir erbeten haben lange erhalten bleiben und möge die Freude an Gott und seine Gegenwart das Leben aller bereichern.

Dies wünscht Ihnen, den Pilgerinnen und den Pilgern unserer diesjährigen Pilgerfahrt und allen die unseren Bericht lesen und anschauen.
Ein ganz besonderes Dankeschön der Reiseleitung Martis Reisen, Frau Anja Plasa, Eppelborn und unserem Busfahrer David Taller für die sehr gute Fahrt während der Pilgerfahrt.

Pfr. Lothar Stoffel
Großrosseln, den 15.06.2016


(Weitere Bilder dieser Wallfahrt finden Sie in unserer Fotogalerie)