Faszinierende Momente im Lauterbacher 'Warndtdom'

Saarlandweite Nacht der Kirchen - St. Paulinus Lauterbach war dabei

Zu einer  langen Kirchennacht hatte das Organisationsteam des Lauterbacher Pfarrgemeinderates am Pfingstsonntag in die Lauterbacher Paulinuskirche eingeladen, um Kirche einmal anders kennenzulernen. Dazu hatten die Organisatoren Programmblöcke von jeweils 45 Minuten Dauer vorbereitet. Diakon Christoph Storb hatte mit Stellwänden und drei Notebooks im Kirchenraum multimediale Stationen aufgebaut, Gemeindereferentin Martina Scholer hatte ein stimmungsvolles 'flammendes' Arrangement mit Tüchern und Kerzen am Altar zusammengestellt, Ortwin Kronser und Rudolf Blechschmidt hatten im Altarraum und in den Seitenschiffen eine 'feurige' Illumination installiert.

 

Mit gemischten Gefühlen hatte das Team sich an die Planung und Vorbereitung gewagt, denn mit der erstmaligen Teilnahme an der saarlandweiten Nacht der Kirchen wurde Neuland betreten. Die bange Frage, wie das Angebot der offenen Kirche von der Bevölkerung angenommen würde, hat sich schon gleich zu Beginn des Abends erfreulich positiv beantwortet: Als die Glocken des 'Warndtdoms' die Kirchennacht in Lauterbach feierlich einläuteten, versammelten sich über 60 Besucher auf dem Kirchenvorplatz, um das Pfingstfeuer, das Veronika und Berthold Bach vom Eröffnungsgottesdienst in der Ludwigskirche Saarbrücken mitbrachten, zu empfangen.

 

In einer kurzen Lichtfeier mit Diakon Storb wurden mit diesem Pfingstfeuer zwei bereitgestellte Feuerschalen auf der Kirchentreppe angezündet und Kerzen, die zuvor an die Teilnehmer ausgegeben worden waren, entzündet. Zu den sanften Klängen des Zupforchesters Lauterbach unter der Leitung von Brigitte Schwarz zog die Gruppe feierlich in die Kirche ein.

 

 

 

 

"Ich hab Feuer gemacht!", mit diesem Text eröffnete die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Ursula Kronser den ersten Programmblock. Mittlerweile lauschten über 130 Besucher ihren besinnlichen Texten zum Thema "Feuer - Sehnsucht in uns" und den harmonischen Melodien des Zupforchesters.

 

 

In der Programmpause ab 20.45 Uhr konnten die vielen Besucher die vier multimedialen Stationen aufsuchen, den Kirchenraum erkunden oder sich im eigens eingerichteten 'Kirchencafé' mit feurigen Snacks und kühlenden Getränken verwöhnen lassen. Jetzt wurde auch die installierte Illumination eingeschaltet, die den Altarraum und die Seitenschiffe in flammendem Rot und Gelb erstrahlen ließ und eine faszinierende Stimmung in der Kirche erzeugte.

 

 

Im zweiten Programmblock ab 21.30 Uhr zeigte Ortwin Kronser auf Großleinwand audiovisuelle Präsentationen zum Thema "Feuer und Flamme sein", zu denen Christa Blechschmidt und Ursula Kronser die Bildtexte vortrugen. Jeweils zwischen den Präsentationen begleiteten Roman Wendel und sein Projektchor mit Taizé-Gesängen diesen stimmungsvollen Programmblock.

Der dritte Programmblock ab 22.45 Uhr stand unter dem Leitthema "Traumhaftes und Nachdenkliches zum Sehen und Zuhören". Auf Großleinwand wurden besinnliche Kurzfilme gezeigt, die bei den immer noch rund 30 verbliebenen Besuchern tiefe Eindrücke hinterließen. Die nachdenkliche Stimmung untermalte Organist Roman Wendel mit passender Orgelmusik.

Zum Abschluss der Kirchennacht tischte Ursula Kronser im 'Kirchencafé' eine feurige Mitternachtssuppe auf und bereitete eine zum Thema der Nacht passende Feuerzangenbowle zu. Bis weit nach Mitternacht nutzten die letzten Besucher die Zeit zur Begegnung, zum Austausch und zu Gesprächen.

Das Organisationsteam bedankt sich herzlich bei allen Mitwirkenden, der Küsterin Margarete Maldener und ihren spontanen Helfern im Kirchencafé sowie den über 150 Besuchern, die den Warndtdom im Verlauf der Kirchennacht aufgesucht haben. Angespornt durch die äußerst positive Resonanz sind noch in der Nacht Ideen für eine erneute Mitwirkung bei der Nacht der Kirchen 2016 in den Köpfen des Teams entstanden.

Text: Ortwin Kronser - Fotos: Rudolf Blechschmidt

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