E-mail von Pater Alfons vom 04.07.14

Guten Morgen ...Gerade versucht die Sonne, sich bemerkbar zu machen - aber viel wärmer ist es immer noch nicht. Seit meiner Ankunft hier in Sankt Petersburg hat mich der Pullover nur während der Nacht verlassen. Unser Seminar war in deshalb so wichtig, weil sich jetzt die Orthodoxen für die Medien interessieren. Die Gängelung durch den Staat gefällt ihnen nicht mehr so richtig. So waren Katholiken und Orthodoxe zusammen, um über Begegnung und Dialog der Kulturen zu diskutieren. Unser Beitrag - ein Zusammenschnitt aus einer Montage, die wir vor 11 Jahren gemacht hatten kam gut an - nur fehlte leider wieder die Zeit, um darüber nachzudenken und ins Gespräch zu kommen. Wir hatten große Kaliber - wie z.B. Alexander Sokurov - als Gäste. Der katholische Erzbischof in Moskau war angesagt, konnte aber nicht kommen wegen einer Unpässlichkeit. Interessant waren auch die Begegnungen mit Leuten wie Marin Rottweiler, dem Direktor von ETWN / Deutschland (Anm.:Eternal Word Televison Network). Kirche in Not war gleich zweimal vertreten und die Sendung von A2 in Frankreich hatte meinen Zimmer-Nachbarn Philippe Jaillot geschickt.

Die bisherigen Tage bei meinen SVD-Mitbrüdern waren ausgefüllt wie ein Ei. Mit Ite Stark war ich im Kongo zusammen - seit 15 Jahren ist er jetzt in Sankt Petersburg, um die katholische Gemeinde neu aufzubauen. Die Kommunisten hatten den letzten Pfarrer 1937 erschossen und die Kirche als Industrie-Halle benutzt und umgebaut. Jetzt sollen die Katholiken hier wieder eine Kirche mit Pfarrei bekommen. Ite hat das angefangen - andere werden es weiter machen...

.Viele Grüße aus dem jetzt sonnigen aber nicht warmen Sankt Petersburg. Die vielen Leute, die gekommen sind, um die Mitternachts-Sonne zu sehen und gleichzeitig das Heben der Brücken über die Neva müssen viel Wodka trinken und frieren scheinbar trotzdem. Etliche Einheimische laufen allerdings hemdsärmelig durch die Welt - Alfons

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