E-mail von Pater Alfons Müller vom 22.03.14

In Kinshasa ist es jetzt erst 16h04 - hier in Kampala / Uganda wird es bereits dunkel - deshalb Guten Abend. Gerade hat mich der Seelsorger der deutschen Gemeinde hier in Kampala mit dem Prälaten Peter Lang aus Bonn durch die Stadt gefahren, die ja sehr von den Weißen Vätern geprägt wurde: Ankunft 1879 - dann die Märtyrer von Uganda - die Welle der Bekehrungen - dann viel viel später Idi Amin und nun auch noch Museveni. Inzwischen machen Moscheen und Freikirchen der Kathedrale und den anderen Pfarrkirchen mächtig Konkurrenz. Die Banken und Kaufhäuser stellen alles in den Schatten - viel Kleinzeug wird abgerissen und dafür schießen die Hochhäuser aus dem Boden. Es ist aber nicht so schlimm wie ich das im vergangenen Jahr in Luanda gesehen habe. Diesbezüglich hält sich die Bauwut in Kinshasa noch in Grenzen. Eine Woche werden wir diskutieren über unsere Arbeit und auch ein bißchen durch die Gegend fahren und Leute besuchen. Den emeritierten Kardinal Wamala habe ich heute früh bereits besucht. Er war ja vor 50 Jahren bei meiner Primiz in Großrosseln mit dabei - zum Andenken habe ich ihm ein paar Bilder von damals mitgebracht, auf denen er sich als jungen Priester bewundern kann (inzwischen ist er 87 Jahre alt, wie er mir selber sagte). Auch die DVD mit einigen Kompositionen von mir im Vergleich mit der traditionellen Musik hat er dankbar angenommen. Dann musste er aber wegfahren - ob ich ihn nochmals unter die Augen bekomme, weiß ich noch nicht. Gestern waren wir auch bei dem Nuntius Michael Blume, einem Mitbauer svd, der früher in Ghana gearbeitet hat. Er will sich auch wieder melden - mal sehen, was er uns bieten kann. Auf dem Programm steht auch die Quelle des Nils - die allerdings von einer anderen Quelle in Ruanda Konkurrenz bekommen hat.  So, das wäre es für heute: Grüße an Euch alle - Alfons & Bana Ngayime

 

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