Zum Paradies mögen Engel dich geleiten….

Zum Paradies mögen Engel Dich geleiten und die heiligen Märtyrer Dich begrüßen und Dich führen in die heilige Stadt Jerusalem.

Die Chöre der Engel mögen Dich empfangen und durch Christus, der für Dich gestorben ist, soll ewiges Leben Dich erfreuen.

Zum Paradies mögen Engel dich geleiten….

Mit diesem Lied, mit diesen Versen, begleiten wir die trauernden Angehörigen ans Grab, um dort das, was sterblich ist, der Hand Gottes anzuvertrauen. Unzählig viele haben diesen schweren Weg beschritten und werden auch in den kommenden Monaten diesen Weg gehen müssen.

Ohne eine Hoffnung, ohne Glauben an ein neues und vollkommenes Leben in Gottes Herrlichkeit, wäre dieser letzte irdische Weg vergebens, sinnlos.

Im Anblick dieser dunklen Endlichkeit, in die wir alle gestellt sind, wäre unser ganzes Mühen und Leben eigentlich sinnlos. Doch seit der Auferstehung Jesu Christi tragen wir das Licht von Ostern in unseren Seelen. Wir dürfen glauben und hoffen, dass der Tod durch den Sieg Jesu entmachtet ist. In den alles entscheidenden Stunden, wenn wir alles aus den Händen legen werden, wird das, was sterblich ist, von Gottes Engeln in sein Reich getragen. Dort wird Gott in seinem Erbarmen die Menschen von den letzten irdischen Dingen befreien, damit Sie auf ewig in seiner Liebe vereint sein dürfen.

Wenn wir in den Tagen des Novembers so an die Gräber unserer Verstorbenen gehen, ihrer gedenken, so dürfen wir dort ein Licht der Hoffnung entzünden und Blumen als Zeichen des neuen und ewigen Lebens ablegen. Im Gebet und in dankbarer Erinnerung können wir nur beten, dass auch wir selbst einmal von Engeln in dieses verheißene Leben getragen werden, wenn unsere Zeit gekommen ist. Der Monat November lädt dazu ein darüber nachzudenken und sich im Gebet so immer wieder der Barmherzigkeit Gottes auszusetzen.

Pfr. L. Stoffel