Allerheiligen, Allerseelen & Halloween

Da die Anzahl der Heiligen im Laufe der christlichen Jahrhunderte immer weiter anstieg, war es zunehmend unmöglich jedem Heiligen an einem besonderen Tag zu gedenken. Und so weihte Papst Gregor III. um 710 eine Kapelle in der Basilika St. Peter allen Heiligen und legte für die Stadt Rom den Feiertag hierfür auf den 1. November fest.

In den Folgejahren breitete sich das Allerheiligen Fest dann über Frankreich in weitere christlichen Länder aus. Im Jahre 835 legte Papst Gregor IV. schließlich den 1. November als Allerheiligentag für die gesamte Westkirche fest.

Den Benediktinern in der französischen Abtei Cluny war dieser eine Gedenktag aber nicht ausreichend. Darum wurde von ihnen noch ein weiterer Gedenktag für alle verstorbenen Seelen eingeführt. Praktischerweise legte man ihn direkt auf den Tag nach Allerheiligen. Auf diese Weise hat Allerseelen am 2. November Einzug in unsere Kalender gehalten.

Allerheiligen ist vielerorts ein sog. „stiller Feiertag“, an dem öffentliche Tanzveranstaltungen und laute Musik nach wie vor verboten sind. Man versucht dadurch den Charakter von Allerheiligen als Gedenktag für Verstorbene zu erhalten.

Zu den bekanntesten Bräuchen in unserer Region zählen die Gräbersegnung am Nachmittag von Allerheiligen, das Schmücken der Gräber mit frischen Blumen und Kerzen, sowie ein festliches Requiem (Hl. Messe als Sterbeamt) an Allerseelen zum Gedenken an die verstorbenen Gemeindemitglieder.

Das aus Irland stammende Fest „Halloween“ (am Abend des 31. Oktober) ist mit dem Allerheiligentag übrigens fest verwurzelt, da der Ursprung des Wortes „Halloween“ von der Bezeichnung „All Hallows Eve“ (am Vorabend von Allerheiligen) abgeleitet wurde.

Der Bezug von Halloween zum Totenreich ergibt sich aus dem Fest Allerheiligen und dem darauf folgenden Gedächtnis Allerseelen, an dem die Katholiken ihrer Verstorbenen gedenken.