Fronleichnam

An Gründonnerstag vor Ostern gedenken die Christen in aller Welt des letzten Abendmahles Jesu Christi mit seinen Jüngern.
Da dieser Tag jedoch in der Karwoche liegt erlaubt er keine prunkvolle Entfaltung der Festlichkeit.

Aus diesem Grund hat man sich darauf geeinigt, das "Fest des heiligsten Leibes und Blutes Christi" an einem anderen Tag - außerhalb der Fastenzeit  - "nachzufeiern". So entstand das (rein katholische) Hochfest Fronleichnam in Anlehnung an den Gründonnerstag. Als Termin hierfür gilt immer der Donnerstag nach dem Dreifaltigkeitsfest.

Zu Beginn von Fronleichnam wird zunächst eine heilige Messe gefeiert.
Diese wird in einer Kirche oder - bei gutem Wetter - auch im Freien auf einem öffentlichen Platz abgehalten.

Im Anschluss danach findet eine festliche Prozession durch die Gemeinde statt. Dabei trägt der Priester eine Monstranz (kostbar gestaltetes Schaugerät) mit einer geweihten Hostie (dem Allerheiligsten) in einem Festzug unter Gebet und Gesang durch die geschmückten Straßen. Der Priester und die Monstranz werden währenddessen von einem "Himmel" (ein Stoffbaldachin) beschirmt.

Im Verlauf der Prozession können bis zu 4 Außenaltäre aufgebaut sein. Diese sind in der Regel mit biblischen Bodenmotiven aus Blüten und vielen weiteren Blumen festlich geschmückt.

 

An den Außenaltären wird dann ein Abschnitt aus dem Evangelium vorgetragen, die Fürbitten gesprochen und der eucharistische Segen in alle Himmelsrichtungen erteilt.

Die Prozession endet schließlich wieder in der Pfarrkirche, wo das Hochfest mit dem Singen des "Tantum Ergo" und dem "Te Deum" (Großer Gott wir loben Dich) unter Glockenläuten endet.

Regional unterschiedlich nehmen an dieser Feier auch örtliche Vereine (Feuerwehr, Musikverein etc.) und die Kommunionkinder des Jahrgangs teil.

Nach Fronleichnam legt das liturgische Jahr eine Art "Sommerpause" ein und wird mit dem Hochfest Allerheiligen am 1. November wieder fortgesetzt.