Eine Kirchenglocke

Glocken sind mit dem christlichen Abendland fest verbunden.

Nahezu jede Kirche verfügt über einen Turm mit Glocken.

Je nach Bedeutung der jeweiligen Kirche (Kapelle, Kirche, Dom, Kathedrale) ist auch die Anzahl und die Größe der Glocken sehr unterschiedlich.

Glocken werden zu bestimmten kirchl. Anlässen geläutet:

- vor dem Beginn eines Gottesdienstes
- während des Gottesdienstes (Gloria, Wandlung, Te Deum)
- nach dem Gottesdienst
- 3 x täglich zum Angelusgebet
- Sterbefall in der Gemeinde
- Wahl oder Tod eines Papstes usw.

Welche Glocke wann läuten darf ist in einer sog. Läuteordnung geregelt, die in jeder Gemeinde unterschiedlich ist.

Generell gilt jedoch folgender Grundsatz:
Je mehr Glocken gemeinsam läuten, desto festlicher ist der Anlass. Manche größere Glocken ertönen daher auch nur wenige Male im Jahr an ganz besonderen Tagen (wie z.B. an Hochfesten).
Das Zusammenläuten aller Glocken nennt man "Plenum".

Da die normalen Leute früher keine eigenen Uhren besaßen installierte man große weit sicht -und hörbare Uhren an den Kirchtürmen. So war gewährleistet, dass die einheimische Bevölkerung, aber auch alle Besucher stets die aktuelle Uhrzeit vor Augen hatten. Der Glockenschlag der Kirchturmuhr war für die Bürger einer Stadt die einzig gültige Richtschnur für alle wichtigen Tagesabschnitte wie Mittagspausen, Sperrzeiten usw.

Die Viertel- und Stundenschläge werden durch einen kleinen Hammer ausgelöst, der gegen das Äußere der Glocke schlägt und dann wieder zurück federt. Daher stammen auch zahlreiche Redewendungen wie z.B. "Wissen, was einem die Stunde geschlagen hat", oder "Jetzt schlägt's 13".

Bis zur Einführung des elektrischen Stroms mußten die Glocken noch von Hand geläutet werden (durch Glöckner).
Heut zu Tage sind fast alle Geläute mit elektrischen Motoren ausgestattet.

Glocken haben/hatten aber nicht nur eine kirchliche Funktion inne.
Damals wie heute warnen Sie in einigen Gegenden die Bevölkerung immer noch vor Sturm und Feuer.

 

(Quelle: Online Enzyklopädie "Wikipedia")